12 Jakob von Artevelde.
Die Anhänger Frankreichs beſchworen indeſſen ein lich 1 anderes Ungewitter herauf. Seit Jahrhunderten waren leg die großen Städte Flanderns im Beſitze des Alleinhan⸗ ſtin dels mit wollenen Tuchen; nach den beſtehenden Privi⸗ ger legien durften die Gemeinen auf dem platten Lande und Linn die kleinen Städte kein Tuch weben, oder höchſtens nur Sc ſchmale und grobe Sorten bereiten. Da nun aber die 1 Ausbreitung des Außenhandels mehr Arbeit forderte, Nel 4½ als man in den großen Städten liefern konnte, ſo hatte der 1 man dieſe Vorrechte eine Zeit lang nicht beachtet und es gen gab faſt keine Gemeine in Flandern mehr, wo man nicht ſ— unaufhörlich das Klappern der Webeſtühle hörte und ſich ſich nicht erkühnte, jede Art von Tuch nachzumachen. den Obwohl die Vernichtung der Lakenwebereien in klei⸗ die nen Gemeinen damals keine Nothwendigkeit war, ſo d wußte man doch durch heimliches Hetzen die Eiferſucht 1 der Gilden in den großen Städten ſo aufzuregen, daß len ſie in ganz Flandern das Geſchrei erhoben, ihr verletztes Recht müßte wieder hergeſtellt und die Tuchweberei auf piu dem platten Lande aufgehoben werden. Die That zu den ui Worten fügend, ſandten ſie bewaffnete Schaaren aus d und ließen die Webeſtühle der kleinen Gemeinen mit Ge⸗ Un walt zerſtören oder verbrennen, ſich auf ihre Privilegien berufend, welche ihnen allerdings dazu die Macht und. ſet das Recht verliehen. In vielen Gemeinen vertheidigten Pr die Angeſeſſenen ihr Eigenthum, und nicht ſelten floß der auf beiden Seiten Blut. Was auch Artevelde thun mochte, um durch ſeine nuß
Vermittelung dieſen allgemeinen Kampf des Volkes fried⸗ ſch


