Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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10 Jakob von Artevelde.

Dieſe Regierungsveränderung beſtand für die Leligerds Ra oder Franzöſiſchgeſinnten in einer Unterwerfung Flan⸗ ſchl derns unter Frankreichs Willen, für die Neider von Ar⸗

tevelde's Größe dagegen in dem Sturze des Helden. Dieſe wollten dann ſich ſeines Einfluſſes und ſeiner Herrſchaft Zei b bemächtigen, ohne jedoch etwas an ſeinen Plänen oder abe an ſeiner Politik zu ändern. der Man glaube jedoch nicht, daß ganz Flandern ſo raſch wo⸗ die großen Verdienſte vergeſſen hatte, die der weiſe Mann 3 ſeinem Vaterlande geleiſtet; im Gegentheil, drei Viertel der der Bevölkerung betrachteten ihn fortwährend als den mei Erlöſer und den einzigen fähigen Beſchützer der Freiheit übe und der Wohlfahrt Flanderns, und bewieſen ihm die die

innigſte Anhänglichkeit; aber das letzte Viertel, aus Un⸗ 4 ruhigen und Ehrgeizigen beſtehend, borgte von der Bos⸗ 3 ſein heit ſeiner Abſichten ein Feuer und eine Stärke, die den bez friedlichen Freunden Artevelde's zu mangeln ſchien. So fluf geht es gewöhnlich; man möchte ſagen, daß das Gute, jetz wenn man es einmal errungen hat, Einem keine Kräfte unt zur Vertheidigung übrig läßt, und daß die Macht allein her

denen gehört, die nach Veränderung ſtreben, müßte ſelbſt

ſolche Veränderung das Volk offenbar in Elend und Er⸗ und niedrigung zurückſtürzen. En Die Gemüther waren in dieſer beklagenswerthen für Stimmung; täglich entſtanden Empörungen und Auf⸗ fen ruhr, welche durch Gewalt unterdrückt werden mußten. 4 ein Flandern glich einem Vulkane, der über kurz oder lang Ve ausbrechen mußte, ohne daß man vorherſagen konnte, 1 Gr

was das Ende ſein würde, als Graf Ludwig, auf den