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Die hölzerne Clara / von Hendrik Conscience. Aus d. Fläm. von O. L. B. Wolff
Entstehung
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Die hölzerne Clara.

zubehalten. Sieh nur zu daß Du die Wahrheit ſagen kannſt, wenn dies möglich iſt!

Hört, Meiſter Steven, wandte Trees ſich nun an den Bildhauer, ſagt Ihr lieber ob es ſein kann. Wir haben von den Herren Vorſtehern Erlaubniß erhalten unter uns allwöchentlich eine Pfennigſammlung zu veranſtalten um mit dieſem Gelde das Portrait von der hölzernen Clara malen zu laſſen. Clara iſt nun nach Spanien gereiſt, und nie hat ein Maler ſie gekannt. Lange Mie behauptet, daß ein Maler nicht nöthig hat Jemand geſehen zu haben um ſein Conterfei zu machen. Iſt das wahr?

Meiſter Steven brach in ein lautes Gelächter aus und antwortete:

Ja, ja, es iſt möglich....

Seht Ihr wohl! rief Lange Mie triumphirend.

Ja, ja, fuhr der alte Bildhauer ſpottend fort, es iſt ſo möglich, wie es möglich iſt, daß ich heute Abend den Ka⸗ paun verſchmauſe, der in dieſem Augenblicke in der Küche des Großtürken am Spieße ſteckt! Lange Mie, Du mußt mal eilig einen neuen Henkel an meinen Mantel ſetzen.... es iſt wahr, ich bin in meinem Leben keinen Mantel reich geweſen; allein dies thut doch wohl Nichts zur Sache, Mieken?

Die Waiſen brachen, zum großen Aerger der Langen Mie, in ein lautes Gelächter aus, ſo daß dieſe erzürnt und ganz beſchämt davon eilte.

Seht Ihr nun wohl, rief Trees ihren Gefährtinnen zu, ſeht Ihr wohl, daß es nicht ſein kann? Wir haben