Die hölzerne Clara.
des Herrn die Verlobung meines Fräuleins mit Lanceloot van Biſthoven gefeiert wurde. Dieſe gegenſeitige in Gegen⸗ wart der Eltern und Verwandten geſchehene Verlobung ſchien Allen unverbrüchlich und erhaben über jeden Zufall. Noch wenig Tage und das unverletzliche Band der Vermählung mußte meine Gebieterin mit Euren Buſenfreunde verbinden.
— Warum, ſeufzte der Graf, mußt Du mich an dieſe trübe Zeit erinnern? leide ich noch nicht genug?
Ohne auf des Grafen Rührung weiter Rückſicht zu nehmen, fuhr die Duena fort:
— Die mitleidsloſe Hand des Todes zerriß dieſes Band, bevor die Hand des Prieſters es für immer geknüpft. Der alte Herr van Ghyſeghem ſah ſich genöthigt nach Gent zu reiſen, um dort bei den Friedensunterhandlungen gegen⸗ wärtig zu ſein. Ich blieb demnach mit Fräulein Catalina allein in dem Hauſe zurück, was wir ſeit einiger Zeit in der Hoogſtraße bewohnten. Ihr wißt es, Herr Graf, ich wurde plötzlich von einer tödtlichen Krankheit befallen, und lag fieberkrank im Bett. An einem Tage, den Antwerpen mit Thränen und Blut in ſeiner Geſchichte aufgezeichnet hat, fielen die Spanier, den Degen in der einen, die flam⸗ mende Fackel in der andern Hand, vom Caſtell aus in der Stadt ein. Mord und Brand bezeichnete in unſern Stra⸗ ßen ihre Spur. Die Bürger von Antwerpen griffen ihrer⸗ ſeits gleichfalls zu den Waffen und verſuchten einen hoff⸗ nungsloſen Widerſtand. Alles, was Spaniſch hieß und ih⸗ nen in die Hände fiel, mußte zur Wiedervergeltung ermor⸗ det werden. Ich höre nech das raſende Geſchrei der
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lang ſtand Die Ueber Caſte haben aus vom ein, dem ſchen.
ben.


