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Worte von Simon⸗Brutus vernommen und ſeine Stimme erkannt.
Mit übermenſchlicher Anſpannung aller Kräfte, kroch er auf den Händen fort und ſchleppte ſein zerſchmettert Bein nach ſich, bis er ſich bei Simon befand.
Auf das eine Knie ſich erhebend, beugte er ſich zu ſeinem Feinde herab, wiſchte ihm ſanft das Blut vom Geſichte und ſeufzte in mitleidigem Tone:
„Simon, armer Simon!“
Simon⸗Brutus öffnete die Augen; ein ſanftes Lächeln ſchwebte um ſeine Lippen; er murmelte mit ſichtbarer Freude:
„Bruno, Freund, ich fühle den Tod nahen. Sendet Dich Gott? Vergebung, ach, Vergebung!“
„Ich vergebe Dir Alles, Alles!“ ſprach der Jüng⸗ ling.„Was Du heute that'ſt, ſagte mir, daß ein Bruder zu mir zurückkehrt.. Aber Simon, ich will Deinen Arm loszumachen ſuchen; vielleicht.....“
„Nein, nein,“ ſeufzte Simon⸗Brutus,„vergeblich .... Eine Kugel drang durch mein Eingeweide. Ich fühle es, der Tod tritt mir ans Herz.... meine Glieder erkalten.“
Der ſterbende Ton dieſer Worte erſchütterte Bruno; in ſtille Thränen ausbrechend, beugte er ſich aufs Neue über Simon⸗Brutus herab und ſagte mit inniger Liebe im Tone:
„Simon, Bruder, möge Dir Gott barmherzig ſein. Es gibt noch ein anderes Leben. Ach, Du wirſt vor des Höchſten Richterſtuhl erſcheinen. Gnade, Gnade für Deine arme Seele; überliefere ſie nicht der ewigen Rache!“
„Iſt die Liebe zur Freiheit.... ein Verbrechen vor Gott?“ fragte der Sterbende beinahe unhörbar.
„O nein, nein,“ antwortete Bruno,„ſie iſt eine Pflicht; der Erlöſer ſelbſt hat es geſagt.“
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Conſcience, Bauernkrieg.


