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Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
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Ferſen und hauen und ſchießen und ſtechen und ſtoßen, bis ihre Arme erlahmen. Niemand vermag ihrer Wuth zu entgehen! Es iſt ein wahres Schlachten, von furcht⸗ barem Geſchrei, Fluchen und Jammern begleitet; aber der Kampf zieht immer weiter und weiter fort..... bis man endlich nur noch ein undentliches Summen, ein ſchwaches Brauſen vernimmt und auf der ganzen Fläche nichts mehr übrig bleibt, als Haufen verſtümmelter Leichen und ganze Lachen von Blut.....;

Simon⸗Brutus, den eine Kugel in den Unterleib getroffen, lag unter vielen Todten ausgeſtreckt am Boden, das Haupt an die Leiche eines Pferdes gelehnt, deſſen Laſt ſeinen Arm zerſchmettert hatte.

Auf dem Pferde hing die Leiche eines alten Mannes, deſſen weiße Haare durch einen weiten Spalt im Kopfe getheilt waren. Das Blut, das aus dieſer Wunde floß, tröpfelte auf Simon⸗Brutus Antlitz.

Obgleich der Commiſſär der Ceutralgewalt tödtlich verwundet war, hatte ihn doch das Leben nicht ganz verlaſſen. Der ſchreckliche Schmerz, den das zermalmende Gewicht des Pferdes ſeinem Arme verurſachte, weckte ihn aus ſeiner Betäubung.

Er öffnete langſam die Augen, doch ſchloß er ſie erſchrocken wieder, während ein Fieberſchauer ihm über den Leib lief, und er mit erſtickter Stimme rief:

Gott, welche Ruhe! Der Paſtor! ha, ſein Blut über mich.

Er hielt die Augen mit Gewalt verſchloſſen; denn er konnte ſeinen Blick nicht wieder zu dem bleichen Antlitz des Prieſters erheben, der über ſeinem Kopfe

hing, als hätte der Racheengel des Herrn ihn dahin

gelegt, um ſeinen Tod furchtbar und ſchrecklich zu machen.

Zwei Schritte von Simon⸗Brutus entfernt lag Bruno mit zerſchmettertem Beine: obgleich der Schmerz ihm ſelbſt ſchwere Seufzer entlockte, hatte er doch die

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