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aller Stände und Altersclaſſen wimmelte. Daß hier bereits eine gewiſſe Zucht herrſchte, konnte man an den Gewehren merken, die in Reihen an einander gelehnt waren, ſo daß beim erſten Ruf jedes Fähnlein ſeinen Platz, jeder Mann ſeine Waffe ohne Mißgriff ſinden konnte.— Auch einige Frauen und Kinder, eldch ſehr wenige, zeigten ſich von ferne in dem Gebüſche.
Das Jauchzen, das bisweilen im Walde erſcholl, hatte ſeine Beſdnddere Urſache. Inmitten des Weideplatzes, auf einem Wagen, der mit Mundvorrath beladen war, ſtand ein Mann, der mit lebhaften Geberden eine Rede an die Umſtehenden hielt. Was er ſagte, mußte die Menge erfreuen und begeiſtern; denn ſobald er geendigt, klaſchten die Zuhörer in die Hände und bekräftigten ſeine Worte durch allerlei Ausrufungen. Er ſprach ihnen von Vaterland und Glauben, von Sanskülotten und Gott⸗ loſigkeit, von Kampf und Triumph, von Erlöſung und Freiheit!....
Im Walde ſelbſt waren die Stabsoffiziere zu einem Kriegsrathe verſammelt.
Der General Couſtantinus de Roumiroir, ein vor⸗ nehmer Brüſſeler, ſaß am Rande eines tiefen Grabens und hielt eine Landkarte auf den Knieen; die anderen Ofſiziere ſaßen auf der entgegengeſetzten Seite des Grabens und lauſchteu aufmerkſam auf das, was ihnen der Feldherr ſagte.
Man berieth hier die Einnahme der Stadt Dieſt und ſuchte auf der Karte zu berechnen, wie man dieſe Feſtung am beſten überfallen könnte.
Die Offiziere ſchienen vergnügt und voll Hoffnung; bisweilen begrüßten ſie die Worte des Feldherrn de Roumiroir mit Jubelgeſchrei.
Ueberall waren Theile des Lagers zerſtreut, ſoweit der Wald ſich erſtreckte.
Auf einem Felde, am Rande eines Eichenwaldes, hatten die Leute von Waldeghem ſich niedergelaſſen. Sie


