222
Gebüſche drang ein dumpfes und wirres Geräuſch, wie das ferne Branſen einer ſtürmiſchen See.
Wirklich lagen auch drinnen im Schooße des Waldes an den Wegen oder in Lichtungen wohl fünftauſend Mann.
Wer in den Wald gedrungen, um mit neugierigem
Blicke nachzuſehen, was geſchehen, würde ſich mit Recht
verwundert haben über den ſonderbaren Anblick dieſer Maſſe Volks, das aus allen Enden des Landes zuſammen⸗ geſtrömt war.
Zuerſt hätte er auf einer großen Ebene drei bis vierhundert Bauern zu Pferde hintereinander reiten und auf Befehl eines Offiziers Schwenkungen machen und traben ſehen, daß der feuchte Boden in die Höhe flog.
Dies waren die Reiter der Patrioten, die ihre Pflugpferde die Kriegsbewegung lehrten.
Der Aufzug war gar ſeltſam. Die Reiter, welche meiſt ohne Sattel und in ihren blauen Kittel gekleidet zu Pferde ſaßen, würden dem Zuſchauer wie Landleute er⸗ ſchienen ſein, die ſich auf einer Kirchweihe beluſtigten, wenn das lange Schwert, das in ihren Händen glänzte, und die Piſtolen in ihrem Gürtelriemen nicht hätten merken laſſen, daß es hier Ernſt war.
Etwas entfernter ſtanden zwiſchen ungefähr hundert Männern, die wie eine Wache in Reihen aufgeſtellt waren, viele angeſpannte und marſchfertige Wagen. Einige darunter hatten ein kleines Fähnlein mit der Aufſchrift Pulver; andere waren mit neuen Gewehren und Säbeln gefüllt, woraus man ſchließen konnte, daß die Bauern Ueberfluß an Kriegsvorrath hatten.
Von dieſem Platze hörte man hinter einem Erlen⸗ gebüſch ein lautes Jauchzen, das bisweilen lauter wurde und dann wieder erſtarb, um nach einem Augenblick mit neuer Kraft ſich zu erheben.
Dort war eine Art Weidenallee, die von Leuten
aller Stät bereits ein Gewehren waren, ſo Platz, jer konnte.— wenige, ze Das hatte ſeine auf einem ſtand ein an die U Menge er klaſchten d Worte dur Vaterland loſigkeit, Freiheit! Im 2 Kriegsratl Der nehmer Bu und hielt Ofſiziere Grabens der Feldhe Man und ſuchte Feſtung at Die bisweilen Roumiroir Ueber der Wald Auf hatten die


