2⁰02
würde nicht das Blei des Tyrannen treffen, aber ich, ſeine Frenndin, die er mehr liebt, als das Leben, würde ihn gemordet haben; ich würde den tödtlichen Stahl des Verraths ihm ins Herz ſtoßen. Nein, nein, Ihr ſeid ein Henker, Ihr mögt morden und martern; es iſt Eure Sen⸗ dung. Er ſterbe durch Eure verbrecheriſche Hand, nicht durch meine feige Untrene. Unter ſolchen Bedingungen will ich ſeine Begnadigung nicht; ſie würde ihn tödten, mich entehren!“
Bebend vor Zorn und Schaam, donnerte der Offizier mit lauter Stimme:
„Wahnſinnige! So erkennſt Du meine Güte? Ich könnte Dich gefangen nehmen, mich an Deiner höhniſchen Vermeſſenheit rächen können: aber wir haben nichts mehr mit einander zu thun. Ich kenne Euch nicht.“
Mit dieſen Worten ſtieß er Genoveva von ſich weg und wandte ſich mit furchtbarem Ausdruck des Geſichtes an die zu Tode erſchrockene Mutter, indem er ſagte:
„Geht; keine Bitte ſoll mich rühren, die Kugel ſoll Euren Sohn für ſeine Schwärmerei ſtrafen. Hofft nichts mehr, denn könnt' es ſein, und könnt' ich dazu helfen, er ſtürbe zweimal.“
Mit jammervollem Schrei ſtürzte die arme Mutter zu Boden. Während Genoveva und die Nonne ihr bei⸗ ſprangen, um ſie zu unterſtützen, ſchloß Simon⸗Brutus eine Thüre auf und verſchwand aus dem Zimmer.
Auf das Hülfgeſchrei der Nonne trat der Corporal, der bereits zurückgekehrt war und vor dem Hauſe auf der Straße ſtand, in das Zimmer, holte Waſſer und Eſſig und leiſtete den Frauen noch andern Beiſtand.
Kaum hatte die Mutter die Augen wieder geöffuet, als an der Thüre, durch welche Simon Brutus ver⸗ ſchwunden, ein anderer Soldat erſchien, der die Befeble brachte, daß die Frauen ſich ohne Verzug entfernen ſollten.
Corporc Hausthi⸗ Lebewoh Die hing ſpr an der S terſtützte durch di führten. Sie noveva Stimme
„V habe die werden finden u Unternel ter. Vie Henker! Himmel Vielleich tyrer no
Die benden antworte
An Koeipoo⸗
Dieſem Befehl war kein Widerſtand zu leiſten. Der die Frar


