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an, ſagte jedoch, daß er an dem Urtheil des Kriegsrathes nichts verändern dürfe; der Kapitän der Leute von Waldeg⸗ hem ſei überdieß der Gefangene des Commiſſärs der Centralgewalt; es könne deßbalb zu ſeinen Gunſten nie⸗ mand anders als der Commiſſär ſelbſt etwas thun.“
Die Mutter richtete ſich auf, ſie zitterte heftig, und ſchien plötzlich von einem entſcheidenden Gedanken be⸗ herrſcht. Sie ergriff Genovevas Hand und rief:
„Simon Meulemans? Er ſollte mein Kind retten können? Komm, komm, Genoveva, laß uns zu ihm gehen. Ich werde niederknieen, zu ſeinen Füßen kriechen, meine Thränen ſollen ihn erweichen: er iſt kein Fremder, er wird Mitleid mit einer ſterbenden Mutter....“
„Simon Meulemans? rief Genoveva mit Abſcheu. „Ach Ihr kennt ihn nicht! Er iſt noch ſchlimmer, als die fremden Tyrannen; er wird ſich an unſrem Schmerze weiden. Bruno iſt ſein Feind, den er haßt, deſſen Tod er wünſcht; und wäre dem nicht ſo, ſo würden wir eher einen Stein erweichen, als das eiſerne Herz dieſes Hen⸗ kers.... 10
„Nein, nein,“ antwortete die Mutter,„ich werde dieſes letzte Rettungsmittel nicht verſchmähen. Und müßte ich gerade durch die Flammen gehen, ich werde es ver⸗ ſuchen. Es macht mir Etwas den Buſen klopfen, Etwas, was mich unwiderſtehlich zu dieſem Schritte treibt.... Komm, o komm!“
„Ich darf nicht,“ ſeufzte das Mädchen,„ich fürchte Simon Meulemans mehr als den Tod.“
„Ach,“ fuhr die Mutter klagend fort,„Deine Ge⸗ genwart, hoffte ich, werde einen günſtigen Eindruck auf ſein Gemüth machen. Er liebt Dich; Du biſt vielleicht die Einzige auf Erden, der er das Leben meines un⸗ glücklichen Kindes ſchenken würde.... aber bleibe in Gottes Namen, ich werde allein gehen.....“
Genoveva ſtand einen Moment mit zu Boden ge⸗
Conſcience, Bauernkrieg. 13


