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Augen, ihre blaſſen Wangen, ihr krampfhaft verzogener Mund und dazwiſchen ein Lächeln der Hoffnung— es war ein herzzerreißendes Bild, denn bei alten Leuten läßt Lächeln zwiſchen Thränen nur an den furchtbarſten Schlag, an das Erliegen des Geiſtes unter dem Drucke eines unendlichen Schmerzes denken.
Neben ihr ſaß Genoveva, die, obgleich ſelbſt bitter weinend, noch Worte des Troſtes für ſie hatte und ihr die Ausſicht auf einen glücklichen Ausgang zu ſchildern uchte.
Eine junge Beguine ſtand vor den beiden Frauen und miſchte gleichfalls einige ermuthigende Worte unter das ſchmerzliche Geſpräch.
Die Mutter lauſchte bewußtlos auf die freudigen Ausſichten, die ihr Genoveva eröffnete.
„Liebe Mutter,“ ſprach das Mädchen,„ſeht, nun iſt die Frau Oberin gewiß ſchon vor dem General; ſie hat viel Einfluß auf ihn: dreimal ſchon ging ſie heute nach ſeiner Herberge, um ihn um etwas zu bitten. Er bezeugt ihr große Achtung. Fragt nur meine Nichte.“
„Es iſt wahr,“ antwortete die Nonne,„ich zweifle nicht, daß es ihr gelingen wird.“
„O, möchte Eure Hoffnung in Erfüllung gehen!“ ſeufzte die Mutter mit Freudenthränen in den Augen. „Möge Gott das Herz des Generals mit Barmherzigkeit erfüllen. Ach, mein armer Sohn, mein Bruno zum Tode verurtheilt. Veva, wenn er ſich nicht erweichen läßt?... Dann wird morgen eine Kugel mein einzig Kind....“
Das Mädchen drückte ihr einen innigen Kuß auf die Lippen, um ihr ſchmerzliches Seufzen zum Schweigen zu bringen. Dann ſprach ſie in ſanftem Tone:
„Aber Ihr hört doch, was meine Nichte ſagt. Laßt uns warten und hoffen, wahrſcheinlich hat die Frau Oberin bereits den General verlaſſen;— und warum, liebe Mutter, ſich mit ſchmerzlichen Gedanken quälen, während man vielleicht in dieſem Angenblick mit ſeiner


