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fen: ein Schrei der Verzweiflung entflog ſeiner Bruſt, er wankte auf ſeinen Füßen und ſtürzte bleiſchwer auf den Boden.
Simon⸗Brutus ſtarte einen Augenblick bewußtlos in die lodernde Aſche, unter der die Leiche Genovevas nach Brunos Andeutung begraben liegen mußte; dann wandte er ſein Antlitz davon ab und verſank in ſchmerz⸗ liches Brüten.
Bald aber erhob er ſich wieder und ſagte mit kaltem Tone zu den Soldaten, die ihm gefolgt waren:
„Tragt dieſen Gefangenen zurück nach dem Markte und bewacht ihn wohl, bis ich Euch neue Ordre gebe.“
Die Soldaten hoben den Jüngling auf und trugen ihn durch die Straße; ſeine Arme und Beine hingen ſchlaff und kraftlos herab, als wenn er bereits eine Leiche wäre.
Simon⸗Brutus folgte von ferne mit zu Boden ge⸗ richtetem Blicke; wie ſehr er auch gegen Schmerz und Gewiſſensbiſſe kämpfte, das Bild Genovevas, die in den Flammen mit dem fürchterlichſten Tode rang, wollte ihn nicht verlaſſen.
Inzwiſchen hatten der Markt und die anſtoßenden Straßen ein anderes trauriges Schauſpiel dargeboten.
Als ſie die rothe Flamme ſahen, die bis in das Innerſte der Häuſer den Brand verkündigte, waren die zitternden Einwohner an ihren Fenſtern erſchienen und hatten zum Tod erſchrocken das Feuermeer geſehen.
Da ſie glaubten, die ganze Stadt ſolle eingeäſchert werden, eilten die meiſten aus ihren Häuſern und ſuchten ſich durch die Flucht zu retten. Anfangs wollten die franzöſiſchen Soldaten ſie zurücktreiben und ſie hindern, die Thore zu erreichen; ſie hatten ſogar mehrmals unter das fliehende Volk geſchoſſen; da jedoch die Menge meiſt aus Frauen, Kindern und ſchwachen Greiſen beſtand, ließen ſie ſie endlich ungehindert aus der Stadt ſtrömen. Soviel es thunlich war, nahmen ſie die Männer gefan⸗


