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Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
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mit krampfhafter Geberde auf die Kniee fiel und die Arme bittend zu ihm erhob. Ueber dieſe Haltung Brunos erſtaunt, näherte er ſich ihm.

Der zu Boden geſunkene Jüngling rief ihm zu:

„Ach, Simon, Simon, meine Mutter iſt in den Flammen!“

Ein kalter Ausdruck des Geſichtes und ein Zucken mit den Schultern war Alles, was er von Simon⸗Bru⸗ tus zur Antwort erhielt.

„O Simon!“ rief er nochmals und kroch auf den Kuieen zu ihm hin.„Rette, rette meine arme Mutter! Rette die unglückliche Genoveva!“

„Wie, Genoveva?“ rief Simon tief erſchrocken. „Genoveva in den Flammen!“

Als Bruno die Wahrheit betheuerte, rief er den Wachen zu:

„Macht ſeine Hände los! Folgt mir. Raſch, Bruno, zeige mir das Haus. Sputet Euch, oder es iſt zu ſpät!“

Er rief dem General raſch einige Worte zu, die dieſer nicht ganz verſtand; er nickte jedoch billigend mit dem Kopfe.

Je mehr ſich Bruno und Simon⸗Brutus mit raſchen Schritten der Brandſtätte näherte, deſto mehr beengte ſich ihre Bruſt; ſie ſahen von ferne, wie bereits einige Häuſer eingeſtürzt und wie die Flammen aus den Fen⸗ ſtern und Thüren der andern Wohnungen in die Höhe ſchlugen.

Bruno erblaßte, ſeine Füße wurden ſchwer, es be⸗ gann ihm zu ſchwindeln. Ein letzter Hoffnungsfunken gab ihm die Kraft, weiter zu gehen.

„Wo, wo iſt das Haus?“ fragte Simon⸗Brutus.

„Dort, dort um die Ecke!“ ſeufzte Bruno halb ſprachlos.

Und als ſie um die Ecke traten, zeigte der Jüngling mit zitternder Hand auf einige rauchende Trümmerhau⸗

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