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der Schweiß von der Stirne lief, gelang es ihnen doch nicht, die Verwirrung zu mindern: der Eine befahl dies, der Andere etwas Anderes, und ſo dauerte die ungeſtüme Verwirrung fort.
In abgelegeneren Straßen konnte man jedoch auch kleinere Abtheilungen bewaffneter Männer ſtehen ſehen, die in Glieder getheilt und unter dem Befehl eines Offiziers ernſtlich mit Kriegsübungen und Gewehrexercitien be⸗ ſchäftigt waren.
Längs der Häuſer am Markte ſaßen die Frauen und Kinder, die aus den umliegenden Dörfern hierher ge⸗ flüchtet waren, auf Haufen von Betten. Viele weinten und klagten über ihr bitteres Schickſal: die meiſten be⸗ trachteten die fieberhafte Aufregung und Unruhe der Männer mit Angſt und Sorgen. Am Rathhaus unter dem Glockenthurm hatte man den Boden mit Stroh be⸗ deckt. Auf dieſem Lager ſaßen oder lagen etwa fünfzig Verwundete, die den Kopf oder die Arme in blutige Tücher gewickelt hatten. Zwiſchen ihnen umher wandelten einige barmherzige Schweſtern, welche ihnen Nahrung, Hülfe und Troſt brachten, wie es dem Einen oder dem Andern Bedürfniß war: die edeln Frauen nahmen ſich ihrer Landsleute mit der zärtlichſten Sorgfalt und der innigſten Liebe an.
Der Morgen war bereits weit vorangeſchritten: noch immer ſchwärmten die bewaffneten Männer durcheinan⸗ der und liefen von der einen Seite nach der andern, um ihre Offiziere zu ſuchen oder zu ihren Kameraden zu ſtoßen. 3 Plötzlich hörte man außerhalb der Stadt in großer Entfernung einige Gewehrſchüſſe. Während man über⸗ raſcht aufſah und lauſchte, begann die Nothglocke Sturm zu läuten....
Einige Männer eilten vom Rathhaus herab und tra⸗ ten unter die Menge, indem ſie laut riefen:


