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Kappen, die umgeſchlagen herabhingen. Einen großen Säbel mit eiſerner Scheide ſchleppte er nach ſich.
Die Soldaten, die ihn begleiteten, ſchienen unter tauſenden ausgewählt, den Landleuten Furcht einzu⸗ jagen und mußten den Bauern, die einen flüchtigen Blick auf ſie zu werfen wagten, wie eine Horde Teufel er⸗ ſcheinen, die die Hölle ausgeſpuckt, um die Menſchheit zu martern und zu plagen.
Es waren lauter bejahrte Männer mit gemeinen Geſichtszügen, von der Sonne verbrannt, mit feurigen Augen, verwirrten Haaren und großen Knebelbärten.
Schmutzig, zerriſſen und grob war ihre Kleidung; nur ihre Säbel und Gewehre glänzten wie Silber.
Sobald der Mann mit der dreifarbigen Schärpe und mit den Federn auf dem Hute bemerkte, daß ſich das Geſchrei ſoweit gemindert, ſeine Worte vernehm⸗ bar zu machen, flüſterte er den Soldaten etwas zu, und rief dann mit lauter Stimme:
Portez armes! En avant, marche!“*).
Etwa zehn Soldaten verließen den Eingang und folgten ihm nach der Mitte der Kirche.
Abermals entſtand eine ängſtliche Bewegung unter der Menge. Da ſie nicht vermuthen konnten, was die gegebenen Befehle bezeichneten, meinten ſie ohne Zweifel, ihre letzte Stunde habe geſchlagen. Ihr Schrecken mil⸗ derte ſich, als ſie die Soldaten unter dem Predigtſtuhl ſtille halten ſahen.
Der Offizier ſchien die Kanzel beſteigen zu wollen: ein kleines Thürchen vor der Treppe, das geſchloſſen war⸗ hinderte ihn daran.
Er gab dem Soldaten, der neben ihm ſtand, ein Zeichen mit dem Finger. Der Soldat hob den Kolben
*) Schultert's Gewehr! Vorwärts, Marſch! Conſcience, Bauernkrieg. 4


