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Der Bauernkrieg (1798) : historischer Roman / von Hendrik Conscience
Entstehung
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wenn wir uns dieſer Wohlthat durch Unterwerfung und Gehorſam würdig machen. Kurz, er berichtet, daß er Euren alten Paſtor und die armen Rekruten gefangen nehmen werde.“

„Gott, Gott, mein Sohn!“ ſchluchzte der Brauer und hielt die Hände vor die Augen.„Er als Scharf⸗ richter, den man uns ſchickt!....“

Paſtor.„Ihr tragt keine Schuld daran. Und leben wir nicht in einer Zeit der Prüfung? Bedenkt, daß Gott uns all' dies Leiden vergelten wird...... Ich muß gehen, die Stunde hat bereits geſchlagen. Vielleicht iſt dies das letzte Opfer, das meine Hände in unſrem demüthi⸗ gen Kirchlein dem Herrn darbringen. Ich ſehe kein Da⸗ tum auf dieſem Papier: es iſt vergeſſen. Es iſt mög⸗ lich, daß der Brief zwei bis drei Tage unterwegs blieb. Vielleicht wird morgen oder übermorgen Euer Sohn be⸗ reits hier ſein.... Mäßigt Euren Schmerz, beruhigt Euer gebrochen Herz, kehrt nach Hauſe zurück; ich werde Euch nach der Meſſe beſuchen. Auf Wiederſehen.“

Der Paſtor drückte dem verzweifelnden Brauer noch einmal die Hand und ſchritt durch den Hof nach der Kirche.

Um Baes Meulemans zu tröſten, hatte er ſeinen eigenen Kummer unterdrückt, aber nun brach der Schmerz um ſo gewaltiger hervor, als er überlegte, welches Unheil über ſeine unſchuldigen Gemeindemitglieder her⸗ einbrechen ſolle.

Als der Prieſter in die Kirche trat und mit einem ſchmerzvollen Blick im Inneren ſeines bedrängten Her⸗ zens allem, was er ſah, Lebewohl ſagte, wankten ſeine Schritte und ſein Blick richtete ſich ſeufzend zum Himmel empor.

Die Meſſe hatte einen langſamen Fortgang. Ob⸗ gleich geſungen wurde, ſchien eine Todtenſtille in der Kirche zu herrſchen. Nur vier Stimmen ließen ſich auf

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