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„Er ſagt, daß wenn unſer Paſtor ſeinen Eid leiſten will, man uns alle in Frieden laſſen werde.“
„Sollten wir dann nicht Soldaten werden dürfen?“ fragte ein junger Bauer, der in einer Ecke ſaß und ängſt⸗ licher als die Andern zu ſein ſchien.
„Nein. So ſagt wenigſtens der Fuhrmann in Neile.“
„Nun, warum leiſtet denn der Paſtor jenen Eid hiüte fragte der Erſte wieder.„Dann wären wir ja rei!“
„Ja, warum leiſtet er ſeinen Eid nicht? Der wird nichts ſo Schreckliches ſein!“ riefen ein paar Andere.
„Freunde!“ ſprach Bruno,„Ihr wißt nicht, was Ihr ſagt. Man verlangt von den Geiſtlichen, daß ſie ewigen Haß allen Königen und Treue der franzöſiſchen Republik ſchwören. Kann ein Prieſter ſolch' einen Eid leiſten? im Voraus Alles gut heißen, was die Jacobiner in Paris erſinnen, ſelbſt die Aufhebung des Gottesdien⸗ ſtes? Wie dem auch ſei, die belgiſche Geiſtlichkeit hat ſich dies zu thun geweigert. Mehr als ſechshundert Geiſt⸗ liche ſind bereits nach fernen Inſeln abgeführt, die an⸗ dern alle ſind zum gleichen Aſyl verurtheilt.— Unſer alter greiſer Paſtor ſteht gleichfalls auf der Proſcriptions⸗ liſte. Und ſeid verſichert, die erſten Soldaten, die in unſrem Dorf erſcheinen, werden unſern Hirten wegführen und unſere Kirche ſchließen, wie bereits aller Orten ge⸗ ſchieht. In jedem Falle täuſcht Ihr Euch; der Eid der Prieſter hat mit der Conſcription nichts zu ſchaffen.“
„Warum flüchtet er ſich nicht?“
„Wohin, wozu? Er will überdies nicht. Er ſagte er wolle bei uns bleiben, ſo lange er kann; und will Gott ihm den Märtyrertod gönnen, ſo wird er nicht entfliehen.“
„Da läutet's zum Hochamt!“ ſprach einer der An⸗ weſenden.„Wer geht zuerſt. Sage Du, Bruno, wie wir hingehen ſollen, oder wir laufen alle zugleich hinaus.“
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