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die fanatiſchen Jacobiner ſtecken ja Sonntags ein drei⸗ farbig Fähnchen hinaus!“
„Am Decadi, Baes.“
„Das thut nichts zur Sache, die Fremden, die hier vorbeireiſen, halten mich für einen ſchrecklichen Republi⸗ kaner.“
„Wenn ſie's nur wüßten, hm, Baes?“
„Ja, Sus, wenn ſie es wüßten; aber da ſei Gott vor.— Nun, gib nur wohl Achtung. Auf Wiederſehen. Driesken wird Euch das Eſſen bringen und ich werde eine Kanne Bier dazu thun.....“
Kaum war das Fähnlein auf der Mühle erſchienen, als man ſich einige Köpfe aus dem nahen Gebüſche er⸗ heben und mißtrauiſch rings umherblicken ſah. Es waren junge Leute, die nach der breiten Landſtraße ſchlichen, nach beiden Enden ſahen und dann in’s Wirthshaus traten.
Dieſe jungen Leute waren geflüchtete Rekruten, die bei der Conſcription ausgehoben worden, aber die Waffen als Soldaten im franzöſiſchen Lager zu tragen ſich weigerten.
Bis zu dieſer Zeit hatte in Belgien nie ein Geſetz beſtanden, wodurch Jemand gezwungen wurde, Soldat zu werden; das Heer war bislang aus Freiwilligen zuſammengeſetzt. Und von allen Schlägen, die der Fremde unſrer Unabhängigkeit beibrachte, hat keiner unſre Väter mehr verwundet und erbittert, als die ſogenannte Con⸗ ſcription.
Ja, es erſchien den Belgen eine unerhörte und ungeheure Tyrannei— dieſes Geſetz, das ſie jeden Au⸗ genblick aus ihrer Wohnung reißen konnte, um das Blut zu Gunſten derer zu vergießen, die ſie als Sclaven behandelten und Alles vernichteten, was ihnen theuer war.
Für den, deſſen Gottesfurcht, deſſen Anhänglichkeit an den Glauben der Väter durch die Verfolgung nur


