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dern. Als jedoch Genoveva an ihm vorüberkam, lächelte er freundlich und wünſchte ihr einen guten Tag; aber das Mädchen wandte verſchämt das Geſicht von ihm ab und eilte zu ihrem Vater, der bereits in den Dorfweg getreten war.
Der alte Diener hatte dies alles zu ſeinem Kummer mit anſehen müſſen, und als er an Simon vorüberkam, erhob er drohend die Fauſt und ſagte:
„Noch einmal! Du roher Trunkenbold!“
Simon ſtand an der Kirchenmauer und hatte die Augen niedergeſchlagen; Worte der Wuth und der Rach⸗ ſucht lösten ſich unverſtändlich von ſeinen Lippen. Er hörte den Knecht nicht.
So blieb er einige Augenblicke in ſich verſunken ſtehen; plötzlich aber erwachte er aus ſeinem dumpfen Brüten und rief ſeinen Kameraden zu:
„Kommt mit, es ſoll heut' luſtig hergehen! Trinken, trinken, ſoviel ihr wollt. Die Kirchweih iſt noch nicht zu Ende; wir werden noch Wunderdinge erleben.“
Er lief in wildem Ungeſtüm mit ſeinen Kameraden durch das Volk und ſtürmte ſchreiend und tobend in ein Tanzzelt.
Auf dem Kirchweihmarkte war ein ſo lautes und buntes Gewühl, daß dem ſtillen Zuſchauer hören und ſehen verging.
Das Geſchrei der Quackſalber, Krämer und Gauk⸗ ler, der Lärm der Trommeln, das Geſchmetter der Trom⸗ peten und Hörner, der ſchneidende Ton der Violinen, das Gegrunze der Schweine, die zu Hunderten auf dem Marke waren, der laute Geſang der jungen Burſche und anderes lärmende Getöſe übertönte das ruhige Geſpräch der da und dort zerſtreuten Gruppen und das Geſumme eines rieſenhaften Bienenkorbs, der in der Nähe ſtand.
Die Menge wälzte ſich wie ein Strom über den Markt, man ſtieß, man drückte, man trat ſich auf die Füße, aber aus aller Geſicht leuchtete Freude und Luſt.
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Conſcience, Bauernkrieg.


