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in ſeine Augen träten. Ja, er blieb eine Weile an der Thüre ſtehen und betrachtete, in ſelige Träume verſunken, das Volk, das die Kirche bis auf das kleinſte Plätzchen erfüllte. Mit wenigen Ausnahmen hatte er all dieſe Men⸗ ſchen getauft, er hatte alle in der Lehre Chriſti unter⸗ richtet, er hatte ſie getröſtet in ihren Krankheiten, war ihnen beigeſtanden in ihrer Armuth; er hatte ihnen den Himmel als letzte Hoffnung gezeigt, als die Hölle in Aufruhr gerathen war und Verfolgung, Mord und Raub im Vaterlande wütheten. Er wußte, was ſie je gethan und gedacht: keine Falte des Herzeus, wie tief ſie auch ſein mochte, die er nicht ergründet hätte.
So war ihm dieſes Volk mehr als eine Schaar von Brüdern: es war ſein geiſtig Blut, das theure Eigenthum ſeiner Seele; für dieſe Menſchen lebte er B3 liebte ſie, wie ein zärtlicher Vater ſeine Kinder iebt.
Aber wie ehrten ſie ihn auch! Welche Liebe hegten alle für ihn, ihn, der wie das Bild der Gottheit ſelbſt daſtand, um Labung zu bieten, zu tröſten und zu ſegnen, wenn ein erſchütterndes Ereigniß ihren einförmigen Le⸗ benslauf unterbrach!
Wie ein Blitzſtrahl durchzuckte bei dieſer Betrachtung den väterlichen Geiſt des Prieſters der freudige Gedanke, ſeine geliebte Familie nach der ſchweren und hoffnungs⸗ loſen Verfolgung glücklich vereint zu ſehen.
Noch ganz in dieſen ſeligen Gedanken verloren, wandte er ſich nach dem Altar, um den Lobgeſang zu beginnen. Dort ſtrömte ihm der friſche Duft der Blu⸗ men entgegen. Ein Blick der Dankbarkeit fiel auf die junge Genoveva, während er freundlich lächelnd an ihr vorüberging.
Der Lobgeſang nahm ſeinen Anfang.
Da die Mitglieder der Cäcilia in voller Zahl bei⸗ ſammen und vom Küſter tüchtig einſtudirt waren, ſan⸗
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