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Freund uns ſchenkt, daß ich mich gewiß und wahr⸗ haftig über mich ſelber ärgere, hierin nicht einerlei Meinung mit Ihnen zu ſein: und doch bin ich nicht Ihrer Meinung. Magdalene iſt ſehr ſonderbar, ſehr unberechenbar für Die, welche ſie nicht ganz genau kennen. Ich kann mir wohl denken, daß ſie Sie in aller Unſchuld auf irrige Vorausſetzungen gebracht und daß ſie ſich Ihnen vielleicht von der ungün⸗ ſtigſten Seite gezeigt hat. Allein daß der Schlüſſel zu ihrer Sprache und ihrem Benehmen am letzten Mittwoch in einem ſolchen Gefühle für den Mann, der uns zu Grunde gerichtet hat, wie Sie es ange⸗ deutet haben, liegen ſollte, Das kann ich nun und nimmermehr von meiner Schweſter glauben. Wenn Sie wüßten, wie ich es weiß, welch edlen Charakter ſie hat, ſo würden Sie nicht über dieſen meinen an⸗ dauernden Widerſpruch gegen Ihre Meinung erſtaunen. Wollen Sie zuſehen, ob Sie letztere ändern können? Ich gebe Nichts auf Das, was Mr. Clare ſagt: Der glaubt ja an Nichts. Aber ich lege ſehr viel Wichtig⸗ keit auf Das, was Sie ſagen, und wie ſehr von Wohl⸗ wollen eingegeben Ihre Gründe— ich weiß es wohl ſein mögen, ſchmerzt es mich, denken zu müſſen, daß Sie Magdalenen Unrecht thun.
Nachdem ich meine Seele durch dies Bekenntniß erleichtert habe, kann ich nun zu dem eigentlichen Gegenſtande meines Briefes kommen. Ich verſprach, wenn Sie uns heute nicht beſuchen könnten, Ihnen zu ſchreiben und Alles, was ſeit Ihrem Weggange ge⸗ ſchehen iſt, erzählen zu wollen. Der Tag iſt vor⸗ übergegangen, ohne daß wir Sie zu ſehen bekommen haben. Daher öffne ich denn mein Schreibzeug und erfülle mein Verſprechen.
Ich bedaure ſagen zu müſſen, daß drei von den Dienſtmädchen, die Hausmagd, die Küchenmagd und ſogar unſer eigenes Kammermädchen— gegen das wir gewiß immer freundlich geweſen ſind— den Um⸗


