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Sie nahm einen leeren Teller vom Tiſche, um ein anſe Notenblatt vorzuſtellen, hielt ihn vor ſich in der Weiſe liche der Concertſängerinnen und gab nun eine Nachahmung weſe der Grimaſſen und Verneigungen der unglücklichen Sän⸗ gerin, ſo treu dem Original abgelauſcht, zum Beſten, Mr daß ihr Vater vor Lachen den Leib hielt und ſogar der Wa Bediente(der eben mit dem Briefbeutel hereintrat) gleich und das Zimmer wieder verlaſſen mußte und die Unſchicklich⸗ Fül keit beging, draußen vor der Thür ganz hörbar als Echo aus ſeines Herrn mitzulachen. zäut — Briefe, Papa. Ich brauche den Schlüſſel, ſagte Magdalene, welche von der mimiſchen Scene am Früh⸗ Sch ſtückstiſche an den Nebentiſch zu dem Briefbeutel eilte, Neb indem ſie wieder mit der ihr bei allen Handlungen eigen⸗ Sie thümlichen Leichtigkeit abbrach. dan⸗ Mr. Vanſtone ſuchte in den Taſchen und ſchüttelte das vert Haupt. Obſchon ſeine jüngſte Tochter ihm ſonſt in nichts gen weiter ähnlich war, ſo ſah man doch leicht, woher Mag⸗ dalenens Mangel an Ordnungsſinn kam. Se — Ich muß geſtehen, ich habe ihn in der Bibliothek Ma gelaſſen, bei meinen anderen Schlüſſeln, ſagte Mr. Van⸗ Pap ſtone. Geh und ſieh einmal nach, meine Liebe.— gert — Du ſollteſt wirklich Magdalenen verweiſen, brachte ſie Mrs. Vanſtone vor und wandte ſich an ihren Gatten, Tüe als ihre Tochter das Zimmer verlaſſen hatte. Dieſe rnr ſchauſpieleriſchen Einfälle nehmen bei ihr immer mehr Wer überhand, und ſie ſpricht mit Dir in einem ſo leichtfer⸗ wie tigen Tone, daß man es ohne Aergerniß nicht mehr mit de anhören kann. d en — Genau daſſelbe, was ich ſelbſt geſagt habe, bis ich Lein müde wurde, es zu wiederholen— bemerkte Miſs Garth. 3 Sie behandelt Mr. Vanſtone, als wäre er eine Art jüngerer 1 Bruder von ihr. um — Du biſt freundlich gegen uns in jeder Art, Papa. 4 yr und Du gibſt Magdalenens aufgewecktem Geiſte fr and vien lich nach, nicht wahr? ſagte die ruhige Nora, inden
die Partie ihres Vaters und ihrer Schweſter na als
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