Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
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einzigen am Leben gebliebenen Kindern, wurde auf der alten braunen Eichentreppe ſchnell wie ein Lichtſtral ſicht⸗ bar und ſtellte ſich, die letzten drei Stufen mit einem Satze überſpringend, athemlos im Speiſezimmer ein, um den Familienkreis vollzählig zu machen.

Durch eins der ſeltſamſten Naturſpiele, die die Wiſſen⸗ ſchaft noch unerklärt gelaſſen hat, hatte ſie, das jüngſte von Mr. Vanſtones Kindern, keine erkennbare Aehnlich⸗ keit mit ihren beiden Aeltern. Wie war ſie zu ihrem Haar gekommen? Wie war ſie zu ihren Augen gekommen? Auch Vater und Mutter hatten ſich ſelbſt dieſe Fragen vorgelegt, als ſie zur Jungfrau heranwuchs, und waren ſehr in Verlegenheit ſie zu beantworten. Ihr Haar war von dem rein hellbraunen Ton, nicht vermiſcht mit Flachs⸗ gelb oder Gelb oder Roth, das man eher auf dem Ge⸗ fieder eines Vogels als auf dem Haupte eines menſchlichen Weſens findet. Es war ſanft und reich und wallte von ihrer Stirn hernieder in regelmäßigen Flechten, doch für Manche war es ohne Reiz und Leben, bei ſeinem gänz⸗ lichen Mangel an Schattirung, in der einförmigen Reinheit ſeiner ganz hellbraunen Farbe. Ihre Augenbrauen und Wimpern waren um einen Schatten dunkler als ihr Haupt⸗ haar und ſchienen für veilchenblaue Augen wie geſchaffen, die ihren höchſten Zauber üben, wenn ſie gepaart ſind mit einer ſchönen Geſichtsfarbe. Aber hier gerade war der Punct, wo ihr Geſicht ſein Verſprechen in der auffallend⸗ ſten Weiſe nicht hielt. Die Augen, welche hätten dunkel ſein ſollen, waren unbegreiflicher und ſtörenderweiſe von heller Farbe, ſie waren von jenem farbloſem Grau, das, obſchon wenig anziehend an ſich, doch den ſelten aus⸗ gleichenden Vorzug beſitzt, die feinſten Gedankenſchatti⸗ rungen, die zarteſten Gefühlsſteigerungen, die tiefſte Lei⸗ denſchaft mit einer Durchſichtigkeit des Ausdrucks ausſprechen zu können, mit der dunkle Augen nicht wetteifern können Solchergeſtalt völlig ſich ſelbſt widerſprechend im obern Theile ihres Geſichts, war ſie kaum weniger in Wider⸗ ſtreit mit den beſtehenden Geſetzen der Harmonie in dem