Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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mir, Laura, daß ich meinen vollen Frauenvortheil daraus zu ziehen beabſichtige.

Während ich ſprach, machte ich ihre Hand von meinem Kleide los, aber in demſelben Augenblicke ſchlang ſie beide Arme um meine Taille und hielt mich ſo noch wirkſamer gefangen, denn zuvor.

Es wird uns nur noch mehr Sorge und Verwirrung bereiten, ſagte ſie.Es wird Dich mit meinem Onkel veruneinigen, und Sir Percival wieder mit neuen Klage⸗ gründen zu uns bringen.

Deſto beſſer! rief ich mit Heftigkeit aus.Wer kümmert ſich um ſeine Klagegründe? Mußt Du Dir das Herz brechen, um ſein Gemüth zu beruhigen? Kein Mann unter der Sonne iſt ſolcher Opfer von uns Frauen würdig. Die Männer! Sie ſind die Feinde unſerer Unſchuld und unſeres Friedens ſie ſchleppen uns fort von der Liebe unſerer Eltern und der Freundſchaft unſerer Schweſtern ſie feſſeln uns an ſich mit Leib und Seele, und ketten unſere hülfloſen Leben an die ihrigen, wie ſie zwei Hunde zuſammenkoppeln. Und was gibt uns der Beſte dafür wieder? Laß mich los, Laura es macht mich wahnſinnig, daran zu denken!

Thränen erbärmliche, ſchwache Weiberthränen des Verdruſſes und Zornes füllten meine Augen. Sie lächelte traurig und hielt ihr Taſchentuch vor mein Geſicht, um für mich meine Schwäche zu verbergen die Schwäche, von der ſie wußte, daß ich ſie mehr als jede andere verachte.

O Marianne! ſagte ſie,Du weinſt! Bedenke, was Du ſagen würdeſt, wenn Du an meiner Stelle, und dieſe Thränen die meinlgen wären. All Deine Liebe, Dein