8 25 unnatürlich gefaßt, wie ſie es in der meinigen geweſen. Nach dem Frühſtück hatte er Gelegenheit, ein paar Worte allein in einer Fenſterniſche mit ihr zu ſprechen. Sie ſtanden dort nicht länger als zwei oder drei Minuten zuſammen, und als ſie ſich trennten, verließ Laura das Zimmer mit Mes. Veſey, und Sir Percival kam zu mir. Er ſagte, er habe ſie inſtändig gebeten, ihm die Gunſt zu erweiſen, von ihrem Privilegium Gebrauch zu machen, in⸗ dem ſie den Zeitpunkt für ihre Vermählung nach eignem Gefallen beſtimme. In Erwiderung habe ſie blos ihre Erkenntlichkeit ausgeſprochen und ihn erſucht, ſeine Wünſche Miß Halcombe mitzutheilen.
Ich bin außer mir. Bei dieſer Gelegenheit, wie bei jeder andern hat Sir Percival, ungeachtet alles deſſen,
was ich ſagen oder thun kann, ſeinen Zweck auf die ehren⸗
vollſte Weiſe erreicht. Seine Wünſche ſind dieſelben jetzt, die ſie waren, als er ankam; und Laura bleibt, nachdem ſie ſich in das unvermeidliche Opfer der Heirath ergeben, ſo kalt, hoffnungslos und duldend wie vorher. Indem ſie von den kleinen Beſchäftigungen und Reliquien ſchied, die ſie an Hartright erinnerten, ſcheint ſie auch von aller Zärt⸗ lichkeit und Empfänglichkeit geſchieden zu ſein. Es iſt erſt drei Uhr Nachmittags, während ich dieſe Zeilen ſchreibe, und ſchon hat uns Sir Percival in der frohen Eile eines Bräutigams verlaſſen, um ſein Haus in Hampſhire zu dem Empfange ſeiner jungen Frau vorzubereiten. Wenn ſich nicht irgend etwas ganz außerordentliches ereignet, um es zu verhindern, ſo wird ihre Vermählung genau zu der Zeit ſtattfinden, wo er es wünſchte— vor Ablauf des Jahres. Meine Finger brennen, indem ich es ſchreibe!


