Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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Ich wünſche über einen Gegenſtand mit Ihnen zu ſprechen, Sir Percival, der für uns Beide von der größten Wichtigkeit iſt. Meine Schweſter iſt anweſend, weil ihre Gegenwart mir hilft und Muth macht. Aber übrigens hat ſie mir mit keinem Worte in dem, was ich Ihnen zu ſagen habe, Rath ertheilt: ich ſpreche meine eignen Gedanken aus, nicht die Ihrigen. Ich bin überzeugt, daß Sie die Güte haben werden, dies wohl zu verſtehen, ehe ich fortfahre?

Sir Percival verbeugte ſich. Sie hatte ſoweit mit vollkommener äußerer Ruhe und Faſſung geſprochen. Sie blickte ihn an und er ſie. Sie ſchienen zu Anfang wenig⸗ ſtens entſchloſſen, einander genau zu verſtehen.

Ich höre von Marianne, fuhr ſie fort,daß ich nur meine Freiheit von Ihnen fordern darf, um ſie zu erlangen. Es war nachſichtig und großmüthig von Ihnen, Sir Percival, mir das ſagen zu laſſen. Es iſt nicht mehr, als gerecht gegen Sie, Ihnen meine Dankbarkeit für das Anerbieten auszudrücken; und ich hoffe und glaube, daß es nicht mehr als gerecht gegen mich iſt, zu ſagen, daß ich daſſelbe nicht annehme.

Sein geſpannt aufmerkſames Geſicht nahm einen Aus⸗ druck der Erleichterung an, und er ſchien freier zu athmen. Aber ich ſah, wie er leiſe und unaufhörlich mit einem Fuße auf den Teppich klopfte, und ich fühlte, daß er im Ge⸗ heimen noch immer von derſelben Beſorgniß erfüllt war.

Ich habe nicht vergeſſen, daß Sie ſich der Erlaubniß meines Vaters verſicherten, ehe Sie mich mit Ihrem An⸗ trage beehrten. Vielleicht haben auch Sie nicht vergeſſen, was ich ſagte, indem ich meine Einwilligung gab? Ich wagte, Ihnen zu ſagen, daß hauptſächlich meines Vaters