führt, die aber nun zu den Ereigniſſen der Vergangen⸗ heit zu rechnen ſeien. Mehr als dies war einem Freund, der eine ſolche Stellung ihnen gegenüber einnahm wie Doctor Orridge, nicht nöthig zu ſagen.
Roſamunde hatte eben die Adreſſe dieſes zweiten Briefes geſchrieben und zog zerſtreut mit ihrer Feder Linien auf
dem Löſchpapier, als ſie zu ihrer Verwunderung zornig.
ſtreitende Stimmen auf dem Corridor draußen vernahm. Faſt ehe ſie noch Zeit hatte, Vermuthungen darüber an⸗ zuſtellen, was dieſer Lärm wohl zu bedeuten habe, ward die Thür heftig aufgeſtoßen und ein langer, ſchäbig ge⸗ kleideter, ältlicher Mann mit einem mürriſchen, hagern Geſicht und zottigen, grauen Bart kam hereingeſtiegen, während der Oberkellner des Hotels in großer Ent⸗ rüſtung ihm anf dem Fuße folgte.
„Ich habe dieſem Menſchen“, begann der Kellner, das letzte Wort nachdrücklich betonend,„ich habe dieſem Menſchen dreimal geſagt, daß Mr. und Miſtreß Frank⸗ land—“
„Nicht zu Hauſe wären“, unterbrach ihn der ſchäbig gekleidete Mann, den Redeſatz vollendend.„Ja, das ſagtet Ihr mir und ich ſagte Euch, daß der Menſch die Gabe der Rede blos benutze, um Lügen zu ſagen und daß ich Euch deshalb nicht glaubte. Ihr habt mir auch wirklich eine Lüge geſagt. Hier ſind Mr. und Miſtreß Frankland beide zu Hauſe. Ich komme in Geſchäften und beabſichtige, ungefähr fünf Minuten lang mit Ihnen zu ſprechen. Ich ſetze mich, obſchon man mich noch nicht dazu eingeladen hat, und nenne meinen Namen— Andrew Treverton.“


