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„Ich ſchaue zu einer der zerbrochenen Glasſcheiben hinaus und verſuche etwas Luft zu ſchöpfen“, antwortete Roſamunde.„Der Schatten dieſes Hauſes iſt unter mir und ruht auf dem einſamen Garten, aber es ſteigt keine Kühle davon herauf. Ich ſehe das lange Unkraut und Geſtrüpp gerade und ſtill emporragen und die wilden Blumen verflechten ſich ſchwerfällig damit. Es ſteht ein Baum in meiner Nähe und die Blätter ſehen aus, als ob ſie aller Bewegung beraubt wären. Weiterhin links ſieht man ein Stück weißes Meer und braunen Sand in der gelben Sonnenglut zittern. Wolken ſind nicht da, aber auch kein blauer Himmel. Der Nebel erſtickt den Glanz des Sonnenlichts und läßt nichts hindurch, als das Feuer deſſelben. Es ſchwebt etwas Drohendes am Himmel und die Erde ſcheint es zu wiſſen.“
„Aber das Zimmer? das Zimmer?“ ſagte Leonard, indem er ſie vom Fenſter hinwegzog.„Laß die Aus⸗ ſicht ſein wie ſie will; ſage mir, wie das Zimmer aus⸗ ſieht— ganz genau. Ich kann mich um Deinetwillen nicht eher beruhigen, Roſamunde, als bis Du mir alles genau ſo beſchreibſt, wie es iſt.
„Mein guter Lenny, Du weißt, Du kannſt mit Ge⸗ wißheit darauf rechnen, daß ich Dir alles beſchreibe. Ich bin blos zweifelhaft, wo ich beginnen ſoll und wie ich zuerſt das erwähne, was nach Deiner Meinung das Wichtigſte ſein würde. Hier an der Wand ſteht eine alte Ottomane— an der Wand, wo das Fenſter iſt. Ich will meine Schürze nehmen und ſie ein wenig ab⸗ ſtäuben, dann kannſt Du Dich darauf niederſetzen und bequem zuhören, während ich Dir erzähle, bevor wir an


