Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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blos eine Copie von dem Plan gemacht er hat ja nichts geſtohlen!

Nach meinen Begriffen von der Sache hat er die Auskunft allerdings geſtohlen, ſagte Leonard.

Nun gut, wenn er dies auch gethan hätte, fuhr Roſamunde hartnäckig fort,welchen Schaden thut das ſeinem Herrn? Nach meiner Anſicht verdient übrigens ſein Herr, daß ihm die Auskunft geſtohlen wird, da er nicht einmal die gewöhnliche Höflichkeit gehabt hat, ſie dem Vicar mitzutheilen. Wir müſſen den Plan haben. O, Lenny, ſchüttle nicht den Kopf! Wir müſſen ihn haben, Du weißt, daß wir ihn haben müſſen! Was kann es nützen, gewiſſenhaft mit einem alten Knauſer zu ſein denn ſo muß ich ihn nennen, obſchon er mein Onketiſt mit einem alten Knauſer, ſage ich, der ſich nicht einmal in die gewöhnlichſten Sitten der Geſell⸗ ſchaft fügt. Mit einem ſolchen und ich bin über⸗ zeugt, der Vicar würde, wenn er hier wäre, daſſelbe ſagen mit einem ſolchen kann man nicht umgehen wie mit civiliſirten Menſchen, oder wie mit Menſchen, die ihren richtigen Verſtand haben, was, wie alle Welt ſagt, bei ihm nicht der Fall iſt. Was nützt ihm der Plan der nördlichen Zimmer? Und überdies, wenn ihm der⸗ ſelbe etwas nützt, ſo hat er ja das Original! Sein Eigenthum wird ihm durchaus nicht geſtohlen, denn er behält es ja mußt Du das nicht ſelbſt ſagen, Lenny?

Roſamunde, Roſamunde! rief Leonard, über die durchſichtige Sophiſtik ſeiner Gattin lächelnd,Du ver⸗ ſuchſt zu folgern wie ein Jeſuit.