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ſeite unſers alten Hauſes gehört, welches man das Myr⸗ thenzimmer nennt?“ fragte Roſamunde. Sie hatte ſich gleich beim Aufſtehen dieſen Morgen vorgenommen, keine Gelegenheit zu verſäumen, die überaus wichtige Ent⸗ deckung zu machen, und deshalb es nicht an Fragen gegen jedermann in der Nachbarſchaft fehlen zu laſſen. Dem⸗ gemäß begann ſie mit dem Gärtner.
„Davon habe ich nichts gehört, Madame“, ſagte der Gärtner.„Der NameV iſt jedoch ſehr wahrſcheinlich, denn die Myrthe gedeiht hier wirklich ſehr gut.“
„Stehen vielleicht Myrthenbüſche an der nördlichen Seite des Hauſes?“ fragte Roſamunde, welche plötzlich bedachte, daß es vielleicht möglich ſei, das geheimnißvolle Zimmer durch Erörterungen außerhalb des Hauſes, an⸗ ſtatt innerhalb deſſelben zu ermitteln.„Ich meine dicht an der Mauer“, ſetzte ſie hinzu, als ſie ſah, daß der Mann ein verblüfftes Geſicht machte,„unter den Fen⸗ ſtern, wißt Ihr.“
„So lange ich da bin, habe ich unter den Fenſtern nie etwas anderes geſehen als Unkraut und Gerüll“, entgegnete der Gärtner.
Gerade in dieſem Augenblicke läutete die Frühſtücks⸗ glocke. Roſamunde kehrte in das Haus zurück mit dem Entſchluß, den nördlichen Garten zu unterſuchen und wenn ſie ein Ueberbleibſel von einem Myrthenbeete fände, ſich das darüber befindliche Fenſter zu merken und das betreffende Zimmer ſofort öffnen zu laſſen.
Sie theilte dieſen neuen Plan ihrem Gatten mit. Er lobte ihren Scharfſinn, geſtand aber, daß er nach dem, was der Gärtner von Unkraut und Gerüll geſagt,


