Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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zimmers bot in dem WorteMyrthe Com⸗ binationen dar, welche ſeine Geduld und ſeine Finger, als er ſie nachzumalen verſuchte, auf eine harte Probe ſtellten.

Das Ergebniß in dieſem Falle war, trotzdem er alles Mögliche aufbot, auch in der That ſelbſt in ſeinen eigenen Augen ſo unleſerlich, daß er das Wort noch einmal mit größern Buchſtaben an den Rand des Blattes ſchrieb und mittelſt einer ſehr ſchwankenden Linie mit dem Viereck in Verbindung brachte, welches das Myrthen⸗ zimmer vorſtellte.

Derſelbe Unfall begegnete ihm auch norß mit zwei anderen Namen und ward auf dieſelbe Weiſe wieder gut⸗ gemacht.

Mit den übrigen Namen kam er jedoch beſſer zu Stande und als er endlich noch den TitelPlan der Nordſeite darüber geſchrieben hatte, bot ſeine Copie im Ganzen genommen ein weit reſpectableres Anſehen dar, als man zu erwarten berechtigt geweſen wäre.

Nachdem er ſich von der Genauigkeit der Copie durch ſorgfältige Vergleichung derſelben mit dem Ori⸗ ginal überzeugt, faltete er ſie zugleich mit Doctor Chen⸗ nery's Brief zuſammen und ſteckte ſie, heiſer aus erleich⸗ tertem Herzen aufkrächzend und mit einem grimmigen

Lächeln der Befriedigung, in die Taſche.

Am nächſten Morgen bot die Gartenthür des Hauſes den Vorübergehenden die gänzlich neue Erſcheinung dar, daß ſie gaſtfreundlich ein wenig geöffnet ſtand, und eine der kahlen Thürpfoſten genoß die Ehre, durch die