Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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den nächſten Morgen wiederkäme, um die Antwort auf den Brief zu holen.

Einiges Nachdenken überzeugte ihn jedoch, daß ein derartiges Verfahren eine gefährliche Aehnlichkeit mit einem Diebſtahl habe und ihn in Ungelegenheit bringen könnte, wenn die Perſon, mit welcher er zu thun hätte, es ſich einfallen ließe, erſt gewiſſe vorläufige Fragen hin⸗ ſichtlich ſeines Rechts auf das Buch, welches er zu ver⸗ kaufen wünſchte, an ihn zu richten.

Die einzige Alternative, wenn er den Gedanken, ſich in den Beſitz des Buches zu ſetzen, aufgab, beſtand darin, ſo gut er konnte eine Copie von dem Plan zu machen und mit dieſem als mit einem Document zu wuchern, welches die gewiſſenhafteſte Perſon von der Welt ohne Zögern kaufen konnte.

Nach reiflicher Erwägung beſchließend, ſich lieber der Mühe, dieſe Copie zu fertigen, zu unterziehen, als es auf die Gefahren bei einer Entwendung des Buches an⸗ kommen zu laſſen, ſtahl Shrowl ſich ſo leiſe als mög⸗ lich in die Küche hinunter, nahm aus einem der Schub⸗ fächer des Küchentiſches einen alten Stummel von einer Feder, eine Flaſche Dinte und einen zerknitterten halben Bogen ſchmuziges Briefpapier, und kehrte dann hinauf in die Dachkammer zurück, um den Plan ſo gut er könnte zu copiren.

Dieſer Plan war von der einfachſten Art und nahm blos einen kleinen Theil der Seite ein, dennoch aber hatte er für Shrowl's Augen, als dieſer ihn zum zwei⸗ ten Male beſichtigte, ein hoffnungslos verwickeltes und verworrenes Anſehen.