Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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von meiner Seite über dieſe ſeltſame Frau und ihr noch ſeltſameres Benehmen Licht verbreiten können, ſo ſoll es daran nicht fehlen. Ich werde heute wieder bei ihrer Herrin ſein, um eins der Kinder zu beſuchen, und ver⸗ laſſen Sie ſich darauf, ich will auf die eine oder die andere Weiſe Miſtreß Jazeph dahin bringen, daß ſie ſich näher erklärt. Ihre Herrin ſoll jedes Wort hören, welches Sie mir erzählt haben, und ich kann Ihnen ver⸗ ſichern, ſie iſt ganz die geradezugehende, offene, ent⸗ ſchloſſene Frau, welche darauf beſtehen wird, daß das Geheimniß ſofort aufgeklärt werde.

Roſamunde's trübe Augen gewannen bei dieſem Er⸗ bieten des Doctors neuen Glanz.

Ja, gehen Sie ſogleich hin, lieber Doctor! rief ſie.Gehen Sie ſogleich.

Ich habe erſt noch in der Stadt eine Menge Be⸗ ſuche zu machen, ſagte der Doctor, über Miſtreß Frank⸗ land's Ungeduld lächelnd.

Nun, ſo beginnen Sie damit, ohne einen Augen⸗ blick zu ſäumen, ſagte Roſamunde.Der Kleine iſt vollkommen wohl und ich bin auch vollkommen wohl wir brauchen Sie keinen Augenblick aufzuhalten. Und, lieber Doctor, ich bitte Sie, ſeien Sie gegen die arme Frau ſo freundlich und rückſichtsvoll als möglich und ſagen Sie ihr, es wäre mir nicht eingefallen, ſie fort⸗ zuſchicken, wenn ich nicht ſo erſchrocken wäre, daß ich nicht gewußt hätte, was ich that. Sagen Sie ihr auch, wie leid es mir heute thut und ſagen Sie

Liebe Roſamunde, wenn die Frau wirklich nicht recht bei Verſtande iſt, was könnte es dann nützen, ſie

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