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zärtlich an. In dieſem Blick lag endlich die Wahr⸗ heit entſchleiert vor ihm da. Im nächſten Augen⸗
blick war ſie von ſeinen Armen umſchlungen. Köſt⸗ liche Thränen der Wonne entquollen ihren Augen, als ſie ihr Antliz an ſeiner Bruſt verbarg. „Verdiene ich mein Glück,“ flüſterte ſie, indem ſie nur noch dieſe einzige Frage ſtellte.„O, ich
weiß, was dieſe armſeligen, engherzigen Leute, die niemals gefühlt und niemals gelitten haben, mir
geantwortet haben würden, wenn ich ſie gefragt hätte,
um was ich Sie frage. Wenn dieſe meine Ge⸗
ſchichte erfahren hätten, die würden nur ein Gedächt⸗ niß für meine anſtößigen Handlungen und keinen Sinn für die herausfordernden Veranlaſſungen dazu gehabt haben; nur an mein Vergehen hätten ſie ſich angeklammert, um meine furchtbaren Herzensqualen hätten ſie nicht bekümmert. Aber Sie ſind keiner von dieſem Gelichter. Sagen Sie mir, haben Sie noch irgend einen Schatten von Bedenklichkeit? Sagen Sie mir, ob Sie zweifeln, daß das theuerſte Ziel meines ganzen zukünftigen Lebens nur dahin gerich⸗ tet ſein ſoll, Ihrer würdig zu ſein. Ich erſuchte Sie zu warten und mich zu ſehen. Ich erſuchte Sie es ohne Hinterhalt mündlich zu ſagen, wenn Sie mir irgend eine harte Wahrheit mitzutheilen hätten. Sä⸗ gen Sie es mir, mein Geliebter, mein Gatte!— ſagen Sie mir es jetzt.“
Sie ſchaute empor, ihn noch umſchlungen hal⸗ tend, als die Hoffnung auf ein glücklicheres und ſchöneres Leben roſig vor ihr aufdämmerte.
„Sagen Sie mir die ⸗Wahrheit!“ wiederholte ſie.
„Mit meinen Lippen?“
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