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Hunde ihren Mittagsfraß, in ſeinen Schlund hinunter⸗ ſtürzte.
„Was iſt für ein Wind, Mazey?“
„Weſt zum Norden, Euer Gnaden.“
„Etwas Neues heute, Mazey?“
„Nichts Neues, Euer Gnaden.“
„Guten Abend, Mazey.“
„Guten Abend, Euer Gnaden.“
Die Nachtiſchceremonie war damit zu Ende ge⸗ bracht, der alte Mazey gab ſeine Ehrenbezeigung ab und marſchirte wieder zum Zimmer hinaus. Die Hunde ſtreckten ſich gemächlich auf ihren Teppich hin, um ihre Mahlzeit an der wohlthuenden Wärme des Kaminfeuers zu verdauen.
„Gott ſei herzlich Dank für genoſſene Speis und Trank,“ ſagte der Admiral.„Gehen Sie jetzt hinunter, mein gutes Mädchen, und holen Sie ſich ihr Nacht⸗ eſſen. Ein leichtes Mahl, Lucie, wenn Sie meinen Rath annehmen wollen— ein leichtes Mahl, ſonſt werden Sie das Alpdrücken bekommen. Früh zu Bette, meine Liebe, und früh auf, das macht ein Zimmermädchen geſund, reich und geſcheidt. Das iſt die ganze Weisheit ihrer Vorfahrerinnen: Sie dür⸗ fen nicht lachen darüber. Gute Nacht.“
Mit dieſen Worten war Magdalene entlaſſen, und ſo ſchloß ſich der erſte Tag ihres Wagſtücks bei Admiral Bartram.
Am folgenden Morgen nach dem Frühſtück er⸗ theilte der Admiral dem neuen Zimmermädchen ſeine Weiſungen, worunter ſich ein ganz abſonderlicher Auftrag befand. Magdalene in ihrer Stellung em⸗ pfing dieſelben mit ſpeciellem Intereſſe. Der alte


