Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
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K

zwei Worte über ihre Lippen, Worte im Schlafe geflüſtert, mit jeder Minute zuſammenhängender werdend, immer mehr vernehmbar, je länger der Schlaf auf ihr laſtete; Worte, welche ihre Unruhe zu beſchwichtigen und ſie in immer tiefere Ruhe zu lullen ſchienen. Sie wandelte im glücklichen Reich der Träume Franks Name entſchlüpfte ihr.

Liebſt Du mich, Frank? lispelte ſie.Ach, mein Geliebter, ſag es noch einmal! Sag es noch einmal!

Die Zeit verfloß, das Zimmer wurde dunkler, noch ſchlummerte und träumte ſie. Gegen Sonnen⸗ untergang fuhr ſie, ohne daß irgend ein Geräuſch⸗ in oder außer dem Hauſe dazu Veranlaſſung gegeben hätte, in einem Augenblicke wieder wach vom Better auf. Die ſchwüle Dunkelheit des Zimmers erfüllte ſie mit Schrecken. Sie ſprang an das Feunſter, ſtieß die Jalouſien auf und lehnte ſich weit hinaus in die Abendluft und in das Abendlicht; ihre Augen ver⸗ ſchlangen die geringfügigſten, am Ufer ſichtbaren Gegenſtände, ihre Ohren ſogen das willkommener Gemurmel des Meeres ein. Nichts, das ſie von den wachenden Eindrücken befreien konnte, welche ihre Träume in ihr zurückgelaſſen hatten! Keine Dunkelheit mehr; keine Ruhe mehr. Der Schlaf, der zu den andern Leuten als Gnadenengel tritt, war über ſie als ein Verräther gekommen. Der Schlaf hatte ihre Augen für die Zukunft nur darum geſchloſſen, um ſie deſto mehr für die Vergangenheit zu öffnen.

Sie ging wieder in das Wohnzimmer hinunter; es regte ſich in ihr das Verlangen zu plaudern

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