Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
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Das erſchreckliche Meer! ſagte ſie, indem ſie ſich mit einem Schauder des Mißbehagens ab⸗ wandte,das einſame, traurige, erſchreckliche Meer!

Sie ging an das Schubfach zurück und nahm das Gebetbuch zum zweitenmal heraus, öffnete es halb wieder bei der Trauungsformel und warf es dann abermals ungeduldig in die Schublade zurück. Dießmal nahm ſie nach dem Zuſchließen den Schlüſſel zu ſich ging mit demſelben in der Hand an das offene Fenſter und warf ihn heftig von ſich in den Garten hinab. Er fiel auf ein Beet, das dicht mit Blumen bepflanzt war. Er ward unſichtbar: er war verloren. Das Geſühl ſeines Verluſtes ſchien ihr einige Erleichterung zu verſchaffen.

Etwas kann ſich noch am Freitag ereignen; Etwas kann ſich noch am Sonnabend ereignen! Et⸗ was kann ſich nach am Sonntag ereignen. Drei Tage noch!

Sie ſchloß die grünen Jalouſien vor dem Fenſter draußen und zog die Vorhänge zu, um das Zimmer noch dunkler zu machen. Ihr Haupt fühlte ſich ſchwer, ihre Augen brannten heiß. Sie warf ſich auf ihr Bett mit einem plözlichen Verlangen die Zeit zu verſchlafen.

Die Ruhe im Hauſe kam ihr dabei zu Statten, die Dunkelheit im Zimmer gewährte ihr Hilfe; die Betäubung ihrer Seele, in welche ſie gefallen war, that ihre Wirkung auf ihre Sinne; ſie verfiel in einen unruhigen Schlaf. Ihre raſtloſen Hände be⸗

wegten ſich unaufhörlich; ihr Haupt warf ſich auf dem Kiſſen von einer zur andern Seite aber noch immer ſchlief ſie. Nach kurzer Weile floſſen ein,