Teil eines Werkes 
4. Bd. (1862)
Entstehung
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Bei Oſſory in Eſſex, ergänzte der Poſtmeiſter, den Brief wieder in die Lade werfend.Die Dame hat keinen Fehler gemacht, mein Herr. Die Adreſſe iſt vollſtändig richtig.

NRichts als die von der Zeit gebotene Rückſicht auf die langweilige Verpflichtung, den äußern Schein des Anſtandes zu bewahren, hielt Capitän Wragge ab ſeinen hohen weißen Hut in die Luft zu werfen, als er ſich wieder auf der Straße befand. Jeder weitere Zweifel war jezt beſeitigt. Frau Lecount hatte ihrem Herrn geſchrieben, deßhalb befand ſich Frau Lecount auf dem Wege nach Zürich.

Capitän Wragge trug jezt ſeinen Kopf höher als jemals; die Flügel ſeines ehrwürdigen Frackes flat⸗ terten hinter ihm im Winde; die angeborene Un⸗ verſchämtheit ſeines Characters thronte leichtfertig auf ſeiner Stirne. So ſtolzirte er nach dem Gaſt⸗ hof und verlangte den Eiſenbahnfahrtenplan. Nach⸗ dem er einige Berechnungen gemacht(ſchwarz auf weiß, wie ganz natürlich) befahl er ſeine Chaiſe bin⸗ nen einer Stunde bereit zu halten, ſo daß er noch rechtzeitig die Eiſenbahn zu dem zweiten nach Lon⸗ don abgehenden Zuge, mit dem keine Poſtverbindung von Aldborough aus unterhalten wurde, erreichen konnte.

Seine nächſte Maßregel war von weit ernſthaf⸗ terer Art, ſeine nächſte Maßregel ſchloß eine ſchreck⸗ liche Gewißheit des Erfolgs in ſich. Der Wochentag war Donnerſtag. Er ging vom Gaſthof nach der Kirche, ſprach den Geiſtlichen und machte demſelben die erforderliche Anzeige von einer Trauung mit Dispens, die am folgenden Montag ſtattfinden würde.

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