Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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ſem Zweck nach Heiligenkreuz zu reiſen, aufrichtig gemeint ſei, ſuchte der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Eindrucks der auf ſie hervorgebracht worden war dadurch auf die Spur zu kommen, daß ſie mit äußer⸗ ſter Wachſamkeit auf Zeichen eines heimlichen Ver⸗ kehrs von der einen oder andern Seite lauerte. Die ſtrenge Aufmerkſamkeit, mit welcher ſie bisher alles Hineingehen und Herauskommen auf der Nordſtein⸗ villa beobachtet hatte, wurde jezt ganz auf ihren Herrn übertragen. Sie ließ ihn für den ganzen Reſt des dritten Tages durchaus nicht mehr aus dem Ge⸗ ſichte. Sie erlaubte keiner dritten Perſon, die unter was immer für einem Vorwand in das Haus kam, auch nicht eine Minute lang heimlich mit ihm zu ſprechen. Von Zeit zu Zeit während der Nacht ſchlich ſie ſich vor die Thüre ſeines Zimmers, um zu hor⸗ chen und ſich zu vergewiſſern daß er im Bette ſei, und als der Küſtenwächter am folgenden Morgen ſeine Runde machte, ſah er zu ſeinem Erſtaunen eine Dame, die ebenſo früh wie er ſelbſt aufgeſtanden und an einem der obern Fenſter in der Villa zur Seeausſicht mit ihrer Arbeit beſchäftigt war.

Am vierten Morgen kam Herr Noel Vanſtone mit dem Bewußtſein des Fehlers den er am vorher⸗ gehenden Tage begangen hatte zum Frühſtück her⸗ unter. Der natürlichſte Weg, den er zum Zweck einer Zeitgewinnung einſchlagen konnte, war zu erklären, daß er noch keinen feſten Entſchluß gefaßt habe. Er rückte ganz keck mit ſeiner Antwort heraus, als die Haushälterin ihn fragte ob er geſonnen ſei an die⸗ ſem Tage fortzuziehen. Wieder machte Lecount keine Bemerkung und wieder zeigten ſich die Merkmale und

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