Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Wunſch geäußert, daß er jene Erkundigungen ein⸗ ziehen ſollte, weil in ihnen auf Grund der ausweichen⸗ den Antworten, die Nora auf alle ihre Schweſter be⸗ treffenden Fragen gab, bedenkliche Zweifel wach ge⸗ nli. worden waren. Sie kennen Nora zu wohl, um ſie deßwegen zu tadeln. Ausflüchte waren das einzige Mittel, welches Ihr gegenwärtiges Leben ihr übrig

hiſt 3 gelaſſen hatte, um nicht geradezu eine Lüge auszu⸗ 1 ſprechen. dem Am nämlichen Tage ließen die zwei Frauen der achn Familie, die ältere und die jüngere, Ihre Schweſter ich zu ſich kommen und theilten derſelben ihre Entdeckung die⸗ mit, daß Sie unter einem angenommenen Namen im gniß Lande von Ort zu Ort herumſtrichen und öffentliche daß Vorſtellungen gäben. Sie waren gerecht genug, Nora 5 deßwegen nichts in die Schuhe zu ſchieben, ſie waren als gerecht genug, anzuerkennen daß ihre Aufführung eine ſelbe ganz untadelhafte ſei, ſo wie ich hiefür Bürgſchaft Zer. geleiſtet, als ich ihr die Stellung verſchaffte. Aber Fs zugleich machten ſie es ihr zur poſitiven Bedingung alter eines fernern Verbleibens in ihrem Dienſte, daß ſie atte. Ihnen niemals geſtatten dürfe ſie in ihrem Hauſe hon zu beſuchen, oder mit Ihnen zuſammenzukommen und Sie auszugehen, wenn ſie die Aufſicht über die Kinder erby 4 hätte. Ihre Schweſter die geduldig alles Un⸗ trag angenehme das man ihr ſelbſt aufbürdete ertragen ung hatte fühlte augenblicklich den Stein des Vor⸗ ein wurfs den man auf Sie geſchleudert hatte. Sie di⸗= kündigte ihrer Herrſchaft auf der Stelle auf; heftige ber Worte folgten und ſie verließ noch an dieſem Abend

das Haus. Ich will Sie durchaus nicht in eine Unruhe da⸗

chen