Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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Sind Sie ihrer los geworden? fragte Herr Noel Vanſtone.Haben Sie die Thüre hinter Fräu⸗ lein Garth zugemacht?

Nennen Sie ſie nicht Fräulein Garth, Herr, ſagte Frau Lecount, verächtlich lächelnd.Sie iſt ſo wenig Fräulein Gaxth als Sie es ſind. Wir ha⸗ ben uns mit der Darſtellung einer verſchmizten Mas⸗ kerade beehren laſſen, und wenn wir unſerm Beſuch die Verkleidung genommen hätten, ſo hätten wir, denke ich, Fräulein Vanſtone ſelbſt darunter gefun⸗ den. Hier iſt ein Brief für Sie, Herr, den der Briefträger juſt gebracht hat.

Sie legte den Brief auf den Tiſch in den Be⸗ reich ihres Herrn. Herr Noel Vanſtone concentrirte in ſeinem Erſtaunen über die ihm eben mitgetheilte Entdeckung ſeine ganze Aufmerkſamkeit auf das Ge⸗ ſicht der Haushälterin. Er blickte nicht einmal auf den Brief den ſie ihm hingelegt hatte.

Nehmen Sie mein Wort darauf, Herr, fuhr Frau Lecount fort, indem ſie gelaſſen einen Stuhl nahm.Wenn unſer Beſuch nach Hauſe kommt, ſo wird er ſein graues Haar in eine Schachtel legen und ſeine traurige Augenentzündung mit warmem Waſſer und einem Schwamm wegwaſchen. Wenn ſie ſich die Runzeln ſo gut auf ihr Geſicht gemalt hätte als die Augenentzündung, ſo würde das Licht mir Nichts gezeigt haben und ich wäre gewiß hinter⸗ gangen worden. Aber ich betrachtete mir die Pinſel⸗ ſtriche genau; ich ſah unter ihrer ſchmuzigen Geſichts⸗ farbe die Haut einer jungen Dame durchſchimmern; ich hörte in dieſem Zimmer eben ſo gut eine wahre Stimme, die im Zuſtande der Leidenſchaft, als eine