Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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erſchien ſein Vater um uns Lebewohl zu ſagen. Er ſah Fräulein Garth und mich, aber nicht Magda⸗ lene; er ſagte uns, er würde mit ihrem Beiſtand die nothwendigen Maßregeln treffen, damit man ſei⸗ nen Sohn in London gehörig im Auge halte und im geeigneten Zeitpunkt richtig auf das Schiff liefere. Es war ein kurzer Beſuch und ein trauriger Ab⸗ ſchied. Selbſt Herr Clare zeigte Kummer, obſchon er ſich alle Mühe gab es zu verbergen.

Nachdem er gegangen war, blieben uns kaum noch zwei Stunden übrig bis die Zeit zur Abreiſe kam. Ich ging zu Magdalene zurück und fand ſie ruhiger und beſſer, obſchon furchtbar blaß und er⸗ ſchöpft, wie auch, ſo ſchien es mir, durch Gedanken gedrückt zu deren Mittheilung ſie ſich nicht entſchließen konnte. Sie wollte mir damals von dem Vorfall zwiſchen ihr und Francis Clare nichts ſagen, und hat mir auch ſeitdem nichts geſagt. Als ich zornig von ihm ſprach(denn ich fühlte wohl daß er ſie betrübt und gequält hatte, während er ihr doch alle Ermuthigungen und Tröſtungen hätte geben ſollen, die man nur ſpenden kann), ſo weigerte ſie ſich mich anzuhören. Sie machte die beſten Entſchuldigungen für ihn; ſie legte die ganze Schuld an dem Zuſtand worin ich ſie gefunden hatte lediglich ſich ſelbſt zur Laſt. Hatte ich Unrecht wenn ich Ihnen ſagte daß ſie eine edle Natur ſei? Und werden Sie Ihre Mei⸗ nung von ihr nicht ändern wenn Sie dieſe Zeilen leſen?

Wir hatten keine Freunde die kommen und uns Lebewohl ſagen konnten; unſere wenigen Bekannten waren zu entfernt, vielleicht auch zu gleichgiltig um