Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1817)
Entstehung
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jahrhuudert meines Lebens unwiederbringlich verlohren. Meiner Eliſa ſchenkte die Vorſehung fuͤr den Verluſt eines Mannes, der ſie mit namenloſer Liebe umfaßt hatte, einen Gatten, der ihrer Treue, ihrer Tugend werth war. Das Andenken an den edlen Hetmann Grafen Orwa⸗ nuwoff wird uns um ſo werther ſeyn, als Gott in ſeiner Tochter uns den Engel weckte, der die zerriſſenen Faͤden des Gewebes wieder an⸗ knuͤpfte, das ungluͤckliche Mißverſtaͤndniß unſrer Verhaͤltniſſe aufklaͤrte, und uns die gegenſeitige Verzeihung und Vergeſſenheit des Vergangenen bewirkte. Zwei Menſchen, die ſich einander ſo liebten, als ich und Eliſa, konnten ſich zu lieben nicht aufhoͤren. Die Ueberzeugung unſrer gegen⸗ ſeitigen Schuldloſigkeit, und das Geſtaͤndniß unſrer Mißgriffe, zerſprengten die Riegel, welche die Zeit zwiſchen uns geſchoben hatte. Im hei⸗ ligen Genuß der Mutterfreuden entſproß der erſte Keim zu dem ſeligen Augenblicke, der uns heute zuſammenfuͤhrt. Eliſa hatte ihren Sohn

geſehen! ſie fand in ſeinen Zuͤgen ſich ſelbſi wie⸗