Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1817)
Entstehung
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R⸗

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hen, ich druͤckte ihre Hand in hoͤchſter Entzuͤk⸗ kung an meine Bruſt, wir umſchloſſen den Va⸗ ter, er wollte ſprechen, aber der Paukenwirbel vom Orcheſter, und das Schmettern der Trom⸗ peten, und das Rauſchen der vollen Muſik uͤber⸗ toͤnte die ſtillen Laute unſrer zitternden Lippen, und es flogen wieder die Thuͤren auf, und ge⸗ fuͤhrt von Betty, und der alten wuͤrdigen Frau von Lingen, und im Gefolge des Kanonikus, ſeiner Frau und des Rittmeiſters, trat meine Mutter, die Graͤfinn von Orwanuwoff, in den Saal.

Alle verbeugten ſich tief; ihre hohe edle Figur, das flimmernde Blitzen ihres Juwelen⸗ Diadems in ihrem dunkeln Haare, der Glanz ihres mit Diamanten reich geſtickten Gewandes, und der Feuerblick ihres Auges, imponirte den ganzen Kreis die ſchoͤne Frau ſtand mit dem Stolze einer Kaiſerinn in unſrer Mitte.

Mit einem lauten Freudenſchrei ſtuͤrzte ich ihr entgegen. Meta und ich ſanken zu ihren Fuͤßen nieder, die Muſik verhallte leiſe im wei⸗