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Nun war ich ruhiger.
Meine letzten Wuͤnſche ſetzte ich fuͤr mei⸗ nen Vater auf. Ich konnte es nicht uͤber das Herz bringen, ich mußte ſeiner vaͤterli⸗ chen Vorſorge am Ende meines Briefes die kleine Meta empfehlen: ich bat ihn, fuͤr ihre voͤlige Ausbildung die noͤthigen Summen, auch nach Verlauf der drei Jahre, zu berich⸗ tigen, und ſie uͤberhaupt als das Vermaͤcht⸗ niß ſeines einzigen Sohnes anzuſehen. Ich nahm in den ruͤhrendſten Ausdruͤcken von ihm Abſchied, empfahl ihm meinen Freund Ardeglio, bat, ihm eine jaͤhrliche Unterſtuͤz⸗ zung von 1000 Rthlr. auszuzahlen, gruͤßte alle meine Lehrer und alle Bediente unſers Hauſes, und ſiegelte unter tauſend Thraͤnen den Brief zu.
Ich konnte faſt die ganze Nacht kein Auge zu thun. Immer ſah ich den Major vor mir ſtehen⸗ Wenn ich ein wenig eingeſchlum⸗ mert war, ſchrak ich auf von dem Knall des Piſtols, das er auf mich abgedruͤckt hatte;


