Teil eines Werkes 
Entstehung
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Moliere, Le Sage, Voltaire, Cervantes, Shakespeare, Fielding, Swift*), und das kommt daher, weil das Weſen der feinſten Witzgattung Wahrheit iſt. Selbſt in dem feierlichen, ernſten Tacitus ſtoßen wir unaufhoͤrlich auf plötzliche Wendungen, und treffende Pointen von glaͤnzender Gedankenfuͤlle, welche uns gerade durch die Tiefe ihrer Wichtigkeit zum Lächeln bringen— ein Aphorismus gränzt immer hart an ein Epigramm**).

Es iſt bemerkenswerth, daß es kaum einen recht populären Schriftſteller von großer Einbildungs⸗ kraft gibt, in deſſen Werken wir nicht den geſunden Sinn finden, welcher ſchon Weltkenntniß iſt, und den die Oberflächlichen ſo haͤufig in geradem Widerſpruch mit der Phantaſie waͤhnen. Wenn ein Autor ihn nicht in hohem Grade beſitzt, iſt er auch niemals in hohem Grade popu laͤr, wie groß auch ſein Ruf ſein mag. Man vergleiche Scott und Shelley, die bei⸗

*) Man erlaube mir, zwei neuere, durch Witz und Weisheit gleich ausgezeichnete politiſche Schriftſteller zu erwaͤhnen— Sidney Smith und den Herausgeber des „Examiner,“ Herrn Fonblanque. Der Letztere iſt, wie ſehr wir auch von ſeiner Politik abweichen mogen, viel⸗ leicht in unſrer Zeit der größte Meiſter in der Kunſt, welche„die Worte ſcharf wie Schwerter“ macht.

**) Jeder erinnert ſich des ſcharfſinnigen Spottes Gibbon's.

Vulwer's Werke. Taſchenausg. VI. 3