Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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Ruhe, welche ſeine Feinde ihm gewäͤhren könnten. Damiens Bette von Stahl iſt ein Prachtlager gegen ein Bett mit verwelkten Lorbeeren: die traurige Einſamkeit der Selbſtverbannung Swifts das Geſpenſt des Olivares Napoleon, der mit ſeinem Gefaͤngnißwärter wegen der Form von Thee⸗ taſſen Streitigkeiten hat welche demuͤthigende Pa⸗ rodien des Werths irdiſcher Ehre ſind dieſes nicht? Welcher ſchreckliche Abgrund trennt hier die Ver⸗ gangenheit von der Zukunft. Die gezwungene Ruhe bei einer ewigen inneren Aufregung, iſt eine Ein⸗ ſamkeit, die ſelbſt der boſe Feind nicht ſuchen wuͤrde.

Glucklich aber ſind Diejenigen, welche der Fluch der ueberſättigung ſchon fruhe trifft, bevor das Herz ſeine Hůͤlfsquellen erſchopft hat, ſo lange wir noch Kraft haben, der Lethargie zu widerſtehen, ehe ſie zur Gewohn⸗ heit wird, und ſo lange wir ſie blos auf die Kleinigkeiten des Lebens zu beſchranken, und von hoheren Zwecken ab⸗ zuleiten vermoͤgen; ſo lange nur die weniger edlen Ge⸗ nuſſe uns überdruͤſſig werden, und wir ernſteren Be⸗ ſchäftigungen uns noch zuwenden koͤnnen; denn die unzufriedenheit der Einbildungskraft iſt oft ein Sporn für den Geiſt. Die ueberſaͤttigung iſt die Erbſchaft des Herzens, nicht die der Vernunft; und wenn die Vernunft auf die geeignete Weiſe aufgeboten wird, ſo weiß ſie den Zauber ſelbſt zu loͤſen, und den Schlaͤfer zu erwecken; denn nur Derjenige, welcher die innere ueberzeugung naͤhrt, daß er unabweis⸗