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geben, als ein Freund des Candidaten der Gegen⸗ partei mich plotzlich wegen einer angeblichen Schuld von 3000 Pfund verhaften ließ. Die Wahl wird vorüber ſein, bevor ich einen Buͤrgen geſtellt habe.“
„O was erzählen Sie mir da?— Sie wurden verhaftet, weil Sie Ihren Beruf als Wähler ehrlich erfullen wollten?— Iſt das Gerechtigkeit?“
„Gerechtigkeit?— nein“— rief Jener—„es iſt das Schuldgeſetz.“—
„und weshalb ſind Sie im Gefängniß?“— fragte der Kaufmann mitleidig ein mageres leichen⸗ aͤhnli⸗ ches Geſchöpf, das ab und zu ein Schnupftuch an vereits ganz roth geweinte Augen brachtle.
„Ein Rechts⸗Anwalt verſprach einem meiner Freunde, einen Wechſel zu discontiren, wenn er ei⸗ nige unterſchriften erhalten könne.— Ich indoſſirte. — Der Wechſel wurde fällig, am naͤchſten Tage ließ der Anwalt Alle, die unterzeichnet hatten, ver⸗ haften; es waren unſerer acht; das Geſetz ſpricht ihm von Jedem zwei Guineen zu;— das ſind 16 Guineen fur den Anwalt, mein Herr— aber ach!— meine Familie wird verhungern, bevor ich wieder frei bin.— O, Herr! es gibt eine gewiſſe Klaſſe von Menſchen, welche man discontirende Anwalte nennt, und die davon leben, daß ſie uns arme Leute in die Falle locken und verhaften laſſen!“—
„Mein Gott!— aber iſt das Gerechtigkeit?“


