Ueber Kränklichkeit
und
die Troſtgruͤnde dagegen.
Wir beruͤckſichtigen nicht hinlaͤnglich unſeren phy⸗ ſiſchen Zuſtand als die urſache vieler unſerer mora⸗ liſchen Beziehungen— wir beobachten nicht genug unſer aͤußeres Ich— welche Veraͤnderungen brach⸗ ten in unſeren Geiſt äußere urſachen— Zufaͤlle— Krankheiten hervor!— So iſt zum Beiſpiel ein all⸗ gemeiner Zuſtand phyſiſcher Schwaͤche— gewöhn⸗ lich Kraͤnklichkeit genannt— einer der intereſſan⸗ teſten Gegenſtaͤnde, uͤber den wir moraliſche Be⸗ trachtungen anſtellen koͤnnen. Dieſe Unterſuchung iſt nicht, wie mehrere andere philoſophiſche Betrach⸗ tungen— abſtract und ſubtil;— es iſt keine ab⸗ geſchloſſene Aufgabe— ſie bezieht ſich nicht bloß auf einen Menſchen, den Kreis, der ihn umgibt, nicht beruͤckſichtigend;— ſie beſchaͤftigt ſich mit uns Allen, — denn Kraͤnklichkeit iſt ein Theil des Todes—


