Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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Verfaſſer nicht zu entſprechen— Euch(und wäret Ihr auch ſein naͤchſter Verwandter, ſein theuerſter Freund— ſein Weib— ſeine Mutter) eine weit genauere und vollſtaͤndigere Kenntniß des Charak⸗ ters ſeines Geiſtes gewaͤhrt, als habe er jenes Buch nicht geſchrieben.

„Hae pulcherrimae effigies et mensurae.“

Jede Biographie beſtaͤtigt dieſe merkwuͤrdige That⸗ ſache! Wer verwundert ſich mehr, als die Verwand⸗ ten eines Mannes, wenn er ſeinen Genius, welches der Geiſt und das Mark ſeines Charakters iſt, der Welt dargelegt hat? Waäͤre Alfieri oder Rouſſeau im 30ſten Jahre geſtorben, was wuͤrden Alle, die Jeden von ihnen perſoͤnlich kannten, uns uͤber ſie mitgetheilt haben? Häͤtten ſie uns auch nur die lei⸗ ſeſte Andeutung ihrer Charaktere geben koͤnnen?— Gewiß nicht. Der Geiſt eines Mannes offenbart ſich ſo ſehr in ſeinen Talenten, als in ſeinen Tu⸗ genden. Ein Parlamentsrath in Frankreich hatte einen Bruder, der ſich mit Mathematik beſchaͤftigte. —„Wie unwuͤrdig“— ſagte Jener—„iſt es doch des Bruders eines Raths des Parlaments der Bretagne, ein Mathematiker zu werden!“— Die⸗ ſer Mathematiker war Descartes! Was wuͤrden wir von dem Charakter Descartes wiſſen, wenn wir vorausſetzen, er habe ſeine Wiſſenſchaft aufge⸗ geben, und ſein Bruder(von dem man doch ge⸗